Die Feldkapelle "FundOrt"...

Im März 2017 wurde eine Hecke nachgepflanzt, die den FundOrt ein wenig zum Wald hin abgrenzt. Die Gabionen und der Altar sollen umgestellt werden, um dem Ort eine schlüssigere Optik zu verleihen. Mehr zum FundOrt lesen Sie weiter unten.

Im Mai 2008
Im Mai 2008

 

 

Die Anfänge liegen mittlerweile knapp 10 Jahre zurück und der Ort entwickelt sich noch immer fort. Zum zentralen Element ist inzwischen ein "Friedenspfahl" geworden.

... liegt am Waldrand auf einer Wiese zwischen zwei landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der „Raum“ der Kapelle ist Ost-West ausgerichtet. Der Ort ist aus südöstlicher Richtung  einzusehen und sollte markant in der Landschaft zu erkennen sein, neugierig machen.

 

Er soll einladend für die Menschen aller Religionen sein. Er ist wesentlich christlich gestaltet und muss doch offen bleiben, so dass niemand ausgegrenzt oder in seinen religiösen Gefühlen verletzt wird.

Die Kapelle soll in ihrer ursprünglichen Konzeption drei Aufgaben erfüllen.

1. Menschen die als Pilger auf der Bonifatiusroute unterwegs sind oder einen Ort der Andacht suchen, zum aktiven Verweilen einzuladen und Schutz zu bieten.

2. Für Gottesdienste mit ca. 150-400 Menschen zur Verfügung stehen

3. Eine Gebetswand soll für Musikveranstaltungen wie eine Konzertmuschel wirken.

 

Die ursprünglich Konzeption musste den Gegebenheiten vor Ort angepasst werden. "FundOrt" ist Ort für die ökumenischen Pfingstgottesdienste auf Hof Buchwald. Die dort gesammelte Kollekte fließt in das Projekt.

 

Ein steinerner Altar stammt aus dem alten Gebäude der Katholischen Hochschulgemeinde Frankfurt. Gabionen aus Draht wurden mit Steinen aus den 5 Stadtteilen Nidderaus befüllt und symbolisieren diese.

 

Das erste Ziel des Fundortes ist weiterhin, ein Ruhe- und Meditationspunkt für Pilger auf der Bonifatiusroute zu sein. Einzelne oder kleine Gruppen kommen dort hin, beten, halten inne, schöpfen Energie und ziehen weiter. Für sie ist der "Westteil" gedacht. Dort soll die Gebetswand entstehen, in die Menschen etwas einlegen können.

Das zweite Ziel ist, Gottesdienste dort zu feiern. Die Menschen versammeln sich um den Altar, der geostet ist.

Nun gibt es noch eine dritte Erfahrung: Wir wissen, daß unsere Vorfahren hier andere Gottheiten angebetet haben und dies in unserer Welt auch heute noch so ist. In Respekt von diesen anderen religiösen Erfahrungen, soll es eine interreligiöse Kapelle werden.

 

Die bisherige Entwicklung: Wir hatten als erstes das Taufgeschirr von der Töpferin Birgit Großmann-Kraus. Dann haben wir mit Kindern circa 100 Tonscheiben getöpfert. Als nächstes haben wir die Gabionen, mit historischen Steinen aus dem jeweiligen Stadtteil, aufgestellt, die den geographischen Mittelpunkt von Nidderau durch seine einzelnen Ortsteile beschreiben. Danach kam der Altar und jetzt haben wir die Hecke gepflanzt. All das paßt nicht wirklich zusammen, sondern hat sich entwickelt.

 

Klar ist, die Hecke soll einen Riegel gegen den wilden Wald, Symbol für das unbeherrschbare Leben, bilden. Dies wird dadurch zu einem Ort, der beheimatet und zur Weitsicht einlädt. Damit wird die spirituelle Kraft des Ortes vielleicht verstärkt. Diese spirituelle Kraft ist ja das, was wir dort spüren und viele nicht verstehen.

Nächstes Projekt ist die Aufstellung eines Friedenspfahls im Zentrum zwischen Altar und Hecke. Frieden ist nicht viel aber ohne Frieden ist alles nichts.

Und dann soll noch neben den FundOrt das Labyrinth von Chartres in einer naturnahen Form eingezeichnet werden, als ständiges Symbol für den KunstMais und den Weg des Lebens. 

 

Konzeption und Text von Pfarrer Otto Löber, bearbeitet von Heike Lasch

 

 

 

 

Am 26.04.2014 wurde "FundOrt" von Mitgliedern des Freundeskreises erweitert und umgestaltet.

Einen Eindruck davon liefern folgende Bilder.